Die Kirche in Otterbach

Otterbach war immer ein Fillialort von Nieder-Gemünden. Und bis 1827 war auch der Friedhof für die Otterbacher Bürgerinnen und Bürger in Nieder-Gemünden. Über den „Körle“ gab es den sogenannten Totenweg nach Nieder-Gemünden.  Zur Zeit von Pfrarrer Friedrich Münch gab es dann ab 1827 einen eigenen Friedhof und 1833 sogar eine eigene Kirche. Dies sollte vor allem den Älteren  im Ort den Kirchenbesuch erleichtern. Es war, so Pfarrer Münch in der Chronik, vorgesehen, dass es wenigstens ein paar Mal im Jahr Gottesdienste gibt und ein Mal ein Abendmahl. Denn die Gemeinde Otterbach wird nie aufhören, ihre Mutterkirche in NiederGemünden zu besuchen.

Die Kirchengemeinde hatte extra das Wohnhaus gekauft, den bewohnten Teil zum Schulgebrauch eingerichtet und Scheuen und Stall als Kirche umgebaut.

1962 gab es in der kleinen Kirche ein umfassende Renovierung. So wurde die Empore herausgenommen, die Kanzel kam auf die Seite.

1983 gab es sogar eine neue Glocke. 1985 eine neue elektronische Orgel und 1987 den handgeknüpften Teppich „der gute Hirte“ hinter dem Altar. (den wir übrigens auch in der Kirche in Bernsfeld wiederfinden können).

Die Kirche steht mitten im Ort in der Kurve und man könnte sie fast verpassen. Aber auch wenn sie vielleicht schlicht wirkt, sie bietet 70 Personen Platz und ist der perfekte Ort für atmosphärische, kleine Gottesdienste.